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Tagungshotels: Top oder Flop?


Traditionsreiches Haus mit nagelneuen
Ausbauten: Der Sonnenhof.

Testreihe, Teil 10: „Steigenberger Hotel Der Sonnenhof“, Bad Wörishofen 

 

Wohin soll es gehen, wenn Tagungen, Schulungen, Konferenzen oder Meetings anstehen? Die PharmaBarometer- Redaktion testet für Sie Hotels.

 

Bad Wörishofen liegt eine knappe Stunde mit dem Auto entfernt von München in der Nähe von Landsberg. Ein kleiner Kurort im Voralpenland, bekannt durch Sebastian Kneipp, der hier das Wassertreten pries. Der Sonnenhof, ein traditionsreiches Haus, das seit der Übernahme durch Steigenberger im großen Stil um- und ausgebaut wurde, spezialisiert sich aber nicht auf Kurgäste, sondern auf Kunden aus der Wirtschaft. Mit seinen 143 Zimmern und 13 Suiten positioniert sich der Sonnenhof als anspruchsvolles Tagungshotel. Mit Ärzten sollten sich kodex-treue Arzneimittelhersteller in dem Fünf-Sterne-Haus lieber nicht erwischen lassen, aber die eigenen Mitarbeiter werden Incentive- oder Strategie-Meetings hier sicherlich schätzen.

 



Die Tagungsräume sind hell, variabel und
komplett ausgestattet.

Das 2007 erbaute Tagungszentrum „INSPIRA“ ist architektonisch eines der
schönsten, die wir bisher getestet haben. Von einer hellen, äußerst geschmackvoll gestalteten Halle mit viel Ausstellungsfläche öffnen sich 13 Tagungsräume in den verschiedensten Größen (bis zu 280 qm), die vielfach kombinierbar und sogar befahrbar sind. Das schätzen besonders die
Automobilhersteller, die hier gerne tagen und präsentieren. Die Kundenliste aus der Pharmaindustrie verzeichnet auch bereits viele Unternehmen von Rang und Namen. Dass die Ausstattung der Räume technisch auf höchstem Stand ist(Dolby Surround Sound, W-LAN, Beamer) versteht sich bei einem so neuen Haus (fast) von selbst. Das Angebot an Tagungspauschalen ist sorgsam durchdacht, vielseitig und durchaus bezahlbar. Man lässt sich hier allerhand für seine Business-Kunden einfallen – sogar Barkeeper-Kurse und Schlittenhunde-Rennen sind möglich.



Die Zimmer im Sonnenhof sind meist hell und
geräumig.

 

Selbst die Zimmer der untersten Kategorien sind noch groß genug, um sich ein paar Tage darin unbeengt wohl zu fühlen; die zweigeschossigen Suiten sind regelrecht riesig. Die Einrichtung ist klassischgediegen; nicht altbacken, aber auch nicht in dem mitunter etwas geistlosen modernistischen Stil, der viele  neue Hotels momentan so austauschbar erscheinen lässt. Sehr gelungen ist  der Spa-Bereich: Die Wasserlandschaft ist hell und großzügig; nach dem Meeting kann man die rauchenden Köpfe in drei Schwimmbecken abkühlen. In der Sauna-Abteilung finden sich alle Arten von schmucken Schwitzkabinetten. Medical-Spa, Beauty-Farm, Fitness-Center und natürlich Kneipp-Kuren hält das Haus mit seinem durchweg äußerst höflichen Personal bereit.



Eine runde Sache: Einer von drei Pools im
Spa-Bereich.

 

Drei Restaurants gibt es im Sonnenhof. Wir testeten abends das Spezialitäten und morgens das Frühstücksbuffet im „Kaiserin Elisabeth“ – und waren enttäuscht. Das kulinarische Angebot ist in diesem Haus scheinbar das einzige, was nicht mit den hohen Ansprüchen mithalten kann. Wobei das in den Restaurants „König Ludwig Lounge“ und „CALLA“ anders sein mag. Wir bitten unsere Leser um Feedback, falls sie einmal dort speisen! Beide sind vom Ambiente her wesentlich origineller als der etwas altmodische Wintergarten; mag sein, das die schicke Schauküche im „CALLA“ oder die stylische Turbo-Skihütte der „Lounge“ halten, was ihre Optik verspricht. Entscheidend aber ist: Wer zum Arbeiten herkommt, wird sich im Sonnenhof höchstwahrscheinlich sehr wohl fühlen.

 

Hier finden Sie den Artikel als pdf zum Download.


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