| | Rauchen lässt das Hirn schrumpfen | |
Rauchen ist bekanntlich ziemlich unvernünftig, salopp gesagt: dämlich. Jetzt erfahren wir außerdem: Rauchen macht tatsächlich dumm! Forscher haben jetzt festgestellt, dass Rauchen das Gehirn schrumpfen lässt.
Wissenschaftler der Psychiatrischen Klinik der Charité und der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Berlin haben eine Studie veröffentlicht, in der Raucher gegenüber Nichtrauchern ein vermindertes Hirnvolumen aufweisen. Besonders die berühmten „Grauen Zellen“ sind offenbar vom Rauchen betroffen. In der Studie wurden 22 Raucher und 23 Nichtraucher bezüglich ihrer Gehirnstruktur untersucht. Bei Rauchern seien besonders Gehirnregionen betroffen, die für Aufmerksamkeit und Erinnerungsvermögen eine Rolle spielen. Das könnte erklären, warum Raucher eine verminderte Leistungsfähigkeit in diesen Gedächtnisfunktionen aufweisen. Anhand kernspintomographischer Bilder konnten die Gehirne dreidimensional vermessen und in weiteren computergestützten Schritten hinsichtlich der Größe miteinander verglichen werden.
Das Verfahren markiert farblich, welche Unterschiede zwischen Rauchern und Nichtrauchern aufgetreten sind. Tierversuche haben bereits im Vorfeld darauf hingewiesen, dass Nikotin eine unmittelbar schädigende Wirkung auf das Hirngewebe besitzt. Für den Menschen würde das bedeuten: Rauchen hat nicht nur die bekannten schädigenden Effekte auf Lunge, Herz und Gefäße, sondern beeinträchtigt auch die Leistung des Gehirns.
An der Charité - Universitätsmedizin Berlin wird nun untersucht, ob sich die Hirnstruktur von Rauchern durch Abstinenz von Nikotin wieder normalisieren kann. Wir drücken den Qualmern dafür die Daumen!
Kontakt:
PD Dr. med. Jürgen Gallinat, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Charité - Universitätsmedizin Berlin, Charité Campus Mitte, Tel. 030 2311-2969 juergen.gallinat@charite.de
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